„Sein oder Nichtsein“: Das ist hier die – unberechtigte - Frage

Fata MorganaFür den medizinischen Laien mag es nur schwer nachvollziehbar sein, weshalb trotz des hohen Wissenstandes, der eigentlich vorhanden ist, so kontrovers über die Borreliose diskutiert wird. Auch verwundert es viele, dass der medizinische Dienst der Krankenkassen oder viele Ärzte die Diagnose „Borreliose“ als falsch oder nicht vorhanden ablehnen.

Doch in unserem heutigen System der „kranken Kassen“ fragt leider niemand wirklich nach der Effizienz einer Behandlung. Da die klinischen Zeichen bei einer Borreliose-Erkrankung i. d. R. eine Mischinfektion mit vielen Erregern ist, sind zunächst umfassende Laboruntersuchungen nötig, um sich ein Bild über den individuellen immunologischen Zustand des Patienten zu machen. Hierzu gehören neben einem Screening bzgl. verschiedener Infektionen weiterführende, spezifische Untersuchungen. Fündig wird man zu einem hohen Prozentsatz im Bereich der Zähne und der Nebenhöhlen. Gerade weil diese Infektionen klinisch nicht offensiv in Erscheinung treten, weil zum Beispiel Zahnbeherdungen zumeist keine Schmerzen verursachen, ist hier eine genaue Abklärung wichtig.

Auch gerade wenn schon häufig antibiotische Behandlungen durchgeführt wurden, ist eine Untersuchung der Darmfunktion zwingend nötig, da ca. 80% der Immunität von dem darmassoziierten Lymphsystem abhängt.

Darüber hinaus ist es nötig, verschiedenste organische Unverträglichkeiten festzustellen wie zum Beispiel im Bereich der Ernährung oder auch Unverträglichkeiten im Wohnbereich: Hier kommen z.B. geopathische Verwerfungen, Elektrosmog, Starkstromleitungen, Handystrahlung von drahtlosen Telefonen, Holzschutzmittel etc. in Betracht. Auch sollten Untersuchungen über den Zustand des Gewebes, in dem der Stoffwechsel stattfindet, durchgeführt werden. Regelmäßig findet man bei kranken Menschen eine sog. Übersäuerung und dadurch bedingt eine gestörte Sauerstoffverwertung mit der Folge einer erschwerten Gesundung. Zudem sind Wirbelsäulenirritationen, besonderes im Bereich der Halswirbel, zu eruieren und nötigenfalls mit zu behandeln.

Eine grundlegende Anfangsuntersuchung ist die mikroskopische Dunkelfelduntersuchung des lebenden Blutes, bei der die Borrelien im Blut sichtbar gemacht werden können. Aus dieser Untersuchung heraus ergeben sich auch Hinweise für eine Säureüberlastung im Gewebe.

Meist weiß man erst auch anhand solcher Befunde, dass die Sauerstoffverwertung gestört ist und damit eine Grundlage für viele Störungen gegeben ist. Dies bedeutet, allein die Diagnose einer Infektion darf nicht nur dazu führen, dass lediglich Antibiotika verabreicht werden. Es muss zusätzlich darauf geachtet werden, dass die Stoffwechselmaschinerie wieder in den Zustand kommt, innerhalb dessen der Organismus optimal arbeiten kann. Jegliche Verabreichung von Antibiotika führt zu zahlreichen Veränderungen im gesamten System. Die eben erwähnte Übersäuerung im Gewebe wird dadurch nicht besser, sondern verschlechtert sich umso mehr.

Um es kurz zu fassen: Eine ganzheitliche Diagnose Schritt für Schritt ist unabdingbar, bevor man mit einer Therapie - wie auch immer sie gestaltet ist - beginnt, um dieser vielschichtigen, wechselgesichtigen Erkrankung auf der Grundlage der verschiedensten Störeinflüsse mit zielorientierter und maßgeschneiderter Therapie gerecht zu werden.


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Dr. med. Hartmut Baltin

Dr. med. Hartmut Baltin

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